

Die Genossenschaft FrauenWohnen wurde gegründet mit dem Ziel, bezahlbaren und unkündbaren Wohnraum für Frauen zu bauen. Konkret entstehen in München zwei Wohnanlagen, die der Genossenschaft, das heißt, allen Mitfrauen gemeinsam gehören. Die Wohnungen sind altengerecht, weitgehend barrierefrei und energieeffizient geplant. In den selbstverwalteten Häusern haben die Bewohnerinnen ein lebenslanges Wohnrecht. Die Nutzungsgebühr ist nicht gewinnorientiert, sondern eine reine Kostenmiete.
Die Anlagen sind so gestaltet, dass ein kommunikatives Miteinander begünstigt wird, etwa dadurch, dass Laubengänge um einen grünen Innenhof die Wohnungen erschließen. Alte und junge Frauen, Alleinlebende und Frauen mit Kindern, Frauen mit Männern oder Lebenspartnerinnen, Frauen aus unterschiedlichen Berufen und mit verschiedenem Einkommen, Frauen jeder Nationalität haben die Möglichkeit, durch gemeinschaftliche Gestaltung des Alltags eine Alternative zur anonymen Wohnsituation der Großstadt zu entwickeln. Doch auch für Rückzugsmöglichkeiten ist gesorgt, denn der Privatbereich und die Individualität der einzelnen ist ebenso wichtig wie die Gemeinschaft.
Die Bewohnerinnen wollen ihr soziales Umfeld aktiv mitgestalten. Schon in der Planungsphase lernen sich die künftigen Mieterinnen kennen; sie lernen auch, mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und mit eventuellen Konflikten umzugehen. Auf die Integration der mit einziehenden Männer und Kinder wird großer Wert gelegt. Sowohl für Riem als auch fürs Westend bestehen Bewohnerinnengruppen, die sich regelmäßig treffen, um sich auf ihr künftiges Zusammenleben vorzubereiten.